„Camgirls verdienen tausende Euro im Monat“ liest man überall, meistens auf Seiten, die davon leben, dass du dich anmeldest. Die Wahrheit ist weniger spektakulär und trotzdem interessant: Ein paar hundert Euro im Monat sind für viele realistisch, vierstellig wird es nur mit System. Hier ist die ehrliche Rechnung für MyDirtyHobby, die größte deutsche Amateur-Plattform.
Die Grundregel: 25 Prozent von allem
Laut übereinstimmenden Erfahrungsberichten zahlt MDH Amateurinnen 25 Prozent von dem, was Nutzer für sie ausgeben. Ob Video, Nachricht oder Cam-Minute, der Satz ist derselbe. Das klingt nach wenig, aber die Plattform übernimmt dafür Zahlung, Altersprüfung, Werbung, Support und bringt die Nutzer. Bei OnlyFans behältst du 80 Prozent, musst aber jeden einzelnen Nutzer selbst anwerben.
Drei Beispielrechnungen
Die Gelegenheitsamateurin: 10 Videos, keine Cam
Zehn Videos zu je 5 Euro, jedes verkauft sich dreimal im Monat: 150 Euro Umsatz, 37,50 Euro für dich. Dazu 10 beantwortete Nachrichten am Tag zu 80 Cent: 240 Euro Umsatz, 60 Euro für dich. Zusammen rund 100 Euro im Monat, bei vielleicht fünf Stunden Aufwand pro Woche. Nicht viel, aber die Videos verkaufen sich im nächsten Monat weiter, ohne dass du etwas tust.
Die Regelmäßige: 30 Videos, zwei Cam-Abende pro Woche
Dreißig Videos mit je drei Verkäufen zu 5 Euro: 450 Euro Umsatz. Dreißig Nachrichten am Tag: 720 Euro Umsatz. Zwei Cam-Abende à zwei Stunden, davon ein Drittel bezahlt zu 1,50 Euro pro Minute: rund 520 Euro Umsatz. Zusammen knapp 1.700 Euro Umsatz, etwa 420 Euro für dich. Das ist der Bereich, in dem viele landen, die MDH nach drei bis sechs Monaten als festen Nebenjob betreiben.
Die Profi-Amateurin: tägliche Präsenz
Hundert Videos im Katalog, täglich Nachrichten, vier bis fünf Cam-Abende pro Woche mit Stammkunden, dazu Sonderwünsche und Bilder: Hier werden vierstellige Beträge im Monat erreicht. Das ist aber ein Halbtagsjob, keine Nebenbeschäftigung, und es dauert in der Regel ein Jahr, dorthin zu kommen.
Was den Unterschied macht
- Katalog statt Einzelvideo. Jedes Video ist ein kleines Dauerprodukt. Die Frauen mit den höchsten Einnahmen haben viele Videos, nicht die besten.
- Nachrichten beantworten. Erfahrene Amateurinnen nennen Nachrichten die konstanteste Einnahme. Preis niedrig halten, alles beantworten, so entstehen Stammkunden.
- Feste Cam-Zeiten. Nutzer merken sich Zeiten. Dreimal pro Woche um 21 Uhr schlägt unregelmäßig.
- Stammkunden pflegen. Bei fast allen erfolgreichen Profilen kommt der Großteil des Geldes von einer Handvoll Nutzer, die jede Woche wiederkommen.
Die Fallstricke
- Auszahlung erst ab 50 Euro, monatlich. Die erste Überweisung kommt oft erst nach sechs bis acht Wochen.
- Stornos. Bucht ein Nutzer seine Kreditkartenzahlung zurück, wird dir der Betrag wieder abgezogen. Selten, aber bei einem Großkunden spürbar.
- Steuern. Rund 30 Prozent der Einnahmen solltest du zurücklegen. Wie das geht, steht in Steuern als Camgirl.
- Der Anfang ist zäh. Die ersten vier Wochen entscheiden. Wer dann noch dabei ist, bleibt meistens.
Rechne deine eigenen Werte durch: Auf unserer Seite Camgirl werden steht ein Rechner, in den du Videos, Nachrichten und Cam-Stunden eintragen kannst.
Kostenlos als Amateurin bei MyDirtyHobby anmelden
Registrierung kostenlos, keine Verpflichtung. Du legst Preise und Inhalte selbst fest.


