Die häufigste Frage vor dem ersten Video ist nicht „Was verdiene ich?“, sondern „Erkennt mich jemand?“. Die ehrliche Antwort: Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, aber mit den richtigen Einstellungen und ein paar Gewohnheiten sinkt das Risiko so weit, dass tausende Frauen seit Jahren unerkannt bei MyDirtyHobby verdienen. Hier ist die Checkliste.
1. Pseudonym und getrennte Identität
Dein echter Name steht nur in der Verifizierung bei MDH, die Nutzer sehen ihn nie. Wähle einen Künstlernamen, der nichts mit dir zu tun hat: kein Vorname, kein Spitzname, keine Stadt. Lege für alles rund um das Profil eine eigene E-Mail-Adresse an und nutze sie für nichts anderes. Keine Verbindung zu deinem privaten Instagram, auch nicht „nur für Fans“.
2. Gesicht zeigen oder nicht
Du musst nicht. Viele erfolgreiche Amateurinnen filmen ab dem Hals, tragen eine Maske oder verpixeln das Gesicht nachträglich. Videos mit Gesicht verkaufen sich besser, das ist die Wahrheit, aber der Unterschied ist kleiner, als viele denken. Ein guter Mittelweg: Perücke in einer Farbe, die du privat nie trägst, auffälliges Make-up, andere Brille. Du wirkst wie eine andere Person, und das ist für die Kamera sogar ein Vorteil.
3. Regionalsperre nutzen
MDH erlaubt dir, Nutzer aus bestimmten Regionen auszuschließen. Sperre deinen eigenen Landkreis und die Nachbarkreise. Das kostet dich ein paar Prozent Reichweite und nimmt das Risiko, dass der Nachbar oder der Kollege dein Profil sieht, fast vollständig. Die Einstellung findest du im Amateurbereich unter Privatsphäre.
4. Der Hintergrund verrät mehr als das Gesicht
- Keine Fenster mit Aussicht, keine erkennbaren Gebäude.
- Keine Post, Pakete, Bücher mit Namen, keine Fotos von Familie an der Wand, keine Diplome.
- Keine Markenstücke, die Freunde von dir kennen: der auffällige Pullover, die Bettwäsche aus deinem Instagram.
- Tätowierungen und Muttermale sind das größte Erkennungsmerkmal. Abdecken oder bewusst aus dem Bild halten.
- Ein Laken als Hintergrund löst neun von zehn Problemen auf einmal.
5. Stimme und Sprache
Dialekt und Lieblingswörter erkennt dein Umfeld sofort. Wer das Gesicht verdeckt, sollte in Videos auf Hochdeutsch sprechen oder auf Sprache ganz verzichten. In der Livecam ist das schwieriger, dort hilft die Regionalsperre am meisten.
6. Metadaten und Technik
Handyfotos speichern Ort und Zeit in den Bilddaten. MDH entfernt diese Daten beim Hochladen, trotzdem solltest du in der Kamera-App die Standortspeicherung ausschalten. Nutze für das Profil nicht denselben Browser, in dem du privat eingeloggt bist, am einfachsten ein eigenes Browserprofil oder ein zweites Handy.
7. Was du nicht verhindern kannst
Gekaufte Videos liegen beim Käufer. Sie können auf fremden Seiten landen, MDH geht dagegen vor, aber nicht alles lässt sich löschen. Deshalb gilt: Zeige nur, womit du auch in fünf Jahren leben kannst. Wer von Anfang an ohne Gesicht arbeitet, hat dieses Problem nicht.
Und die Auszahlung?
Das Geld kommt von MDH auf dein Konto, auf dem Kontoauszug steht der Firmenname des Betreibers, nicht „Porno“. Wer das Geld lieber getrennt hält, eröffnet ein kostenloses Zweitkonto. Für das Finanzamt ist der Betreiber ohnehin ein normaler Auftraggeber, siehe Steuern als Camgirl.
Alles Weitere zum Einstieg auf unserer Übersichtsseite Camgirl werden.
Anonym bei MyDirtyHobby starten
Pseudonym, Regionalsperre und Gesicht nach Wahl. Die Registrierung ist kostenlos.



